2025 wurden in Deutschland 654.241 Kinder lebend geboren. 2024 waren es 677.117. Die Zahl sank damit um 22.876, rechnerisch um rund 3,4 Prozent.

Daneben steht oft ein zweiter Wert: die zusammengefasste Geburtenziffer. Sie lag 2025 bei 1,32 Kindern je Frau, nach 1,35 im Vorjahr. Diese beiden Zahlen beschreiben weder dieselbe Einheit noch dieselbe Frage.

Datenblick · ABB. 7

Geburtenzahl und Geburtenziffer getrennt lesen.

Deutschland · Endgültige Werte für 2024 und 2025

Lebendgeborene

0 750.000
2024677.117
2025654.241

Zusammengefasste Geburtenziffer

0 Kinder je Frau2 Kinder je Frau
20241,35 Kinder je Frau
20251,32 Kinder je Frau

2025 wurden 654.241 Kinder geboren, 22.876 weniger als 2024. Die Geburtenziffer lag bei 1,32 Kindern je Frau.

Quelle: Destatis, endgültige Ergebnisse vom 01.07.2026. Quellen und Methode

Getrennte Einheiten und Achsen. Die Fertilitätswerte bilden ein Modelljahr ab.

Daten herunterladen (CSV) · Statistisches Bundesamt (Destatis)

Daten als Tabelle
Lebendgeborene
Gruppe / ZeitraumWert Hinweis
2024677.117Wie im Diagramm
2025654.241Wie im Diagramm
Zusammengefasste Geburtenziffer
Gruppe / ZeitraumWert Kinder je FrauHinweis
20241,35Wie im Diagramm
20251,32Wie im Diagramm

Die Zahl zählt Ereignisse

Die Geburtenzahl sagt, wie viele Lebendgeborene in einem Jahr erfasst wurden. Sie ist unter anderem für die Planung von Betreuung und Schulen relevant. Eine regionale Planung braucht allerdings regionale Daten. Der Bundeswert verrät nicht, in welcher Gemeinde wie viele Plätze benötigt werden.

Die absolute Zahl hängt auch davon ab, wie viele Frauen sich in den jeweiligen Altersgruppen befinden. Selbst bei unveränderten altersspezifischen Geburtenhäufigkeiten kann eine kleinere Elterngeneration die Zahl der Geburten verändern.

Die Ziffer beschreibt ein Modelljahr

Die zusammengefasste Geburtenziffer bündelt die Geburtenhäufigkeiten der Altersgruppen eines Jahres. Sie beschreibt rechnerisch, wie viele Kinder eine Frau bekommen würde, wenn diese Verhältnisse über ihr Leben hinweg unverändert blieben.

Das ist keine Zählung bereits abgeschlossener Familiengrößen. 1,32 bedeutet also nicht, dass jede heute lebende Frau genau diesen Lebensverlauf hat. Die Ziffer reagiert außerdem auf den Zeitpunkt von Geburten. Eine Verschiebung im Lebenslauf und ein dauerhaft anderer Kinderwunsch sind damit nicht dasselbe.

Keine Ursache aus zwei Werten ableiten

Die beiden Reihen allein erklären nicht, warum sich das Verhalten verändert. Dafür wären weitere Daten und Untersuchungen nötig. Auch eine Aussage über die gesamte Bevölkerungsentwicklung braucht zusätzliche Informationen, etwa Sterbefälle und Wanderungen.

Die Bezugsgröße gehört deshalb zur Schlagzeile. Bei der Wahlbeteiligung ist es die Gruppe der Wahlberechtigten. Beim Gehaltsmedian sind es die erfassten Vollzeitbeschäftigten.

Unsere Erklärung der Diagrammskalen zeigt, wie man eine Veränderung sichtbar macht, ohne sie aufzublasen. Beim Glasfaserausbau prüfen wir ähnlich genau, ob eine Zahl Möglichkeiten oder tatsächlich genutzte Anschlüsse zählt.

Daten und Methode

Endgültige Ergebnisse, Veröffentlichung 01.07.2026. Geburtenzahl zählt Lebendgeborene. Die zusammengefasste Geburtenziffer bündelt altersspezifische Häufigkeiten eines Jahres.

Was die Zahl offenlässt

Periodenmaß, keine abgeschlossene Familiengröße. Die gerundeten Fertilitätswerte erlauben keine exakte prozentuale Veränderung. Bundeswerte erklären keine lokalen Ursachen.

Datensatz und vollständige Tabellen ansehen ↗

Quellen

  1. Destatis, Geburten und zusammengefasste Geburtenziffer 2025, endgültige ErgebnisseVeröffentlichung / Datenstand: 01.07.2026; endgültige Ergebnisse für 2025. Abruf: 04.10.2026.
  2. Destatis, Lebendgeborene und GestorbeneVeröffentlichung / Datenstand: Tabellenstand Juli 2026. Abruf: 04.10.2026.

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